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SwitchBot Hub 2: Jede IR-Fernbedienung wird smart

SwitchBot Hub 2: Jede IR-Fernbedienung wird smart

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In vielen Haushalten gibt es Geräte, die sich nur per Infrarot-Fernbedienung steuernlassen: die Klimaanlage, der ältere Fernseher, der Deckenventilator, die Soundbar. Sie sind nicht smart, nicht vernetzt und können nicht in Automationen eingebunden werden. Der SwitchBot Hub 2 ändert das: Er lernt die IR-Signale deiner Fernbedienungen und macht diese Geräte über App, Sprachsteuerung und Automationen steuerbar.

In diesem Praxistest erfährst du, wie gut das in der Praxis funktioniert, welche Extras der Hub 2 mitbringt und wo seine Grenzen liegen.

Was ist ein IR-Blaster?

Ein IR-Blaster (Infrarot-Blaster) ist ein Gerät, das Infrarot-Signale aussendet, genau wie eine Fernbedienung, nur gesteuert über WLAN und eine App. Der SwitchBot Hub 2 hat leistungsstarke IR-LEDs, die in alle Richtungen abstrahlen. Damit kann er mehrere Geräte in einem Raum gleichzeitig bedienen.

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Das Prinzip: Du hältst deine vorhandene Fernbedienung vor den Hub, drückst eine Taste, und der Hub speichert das Signal. Ab diesem Moment kann er dieses Signal selbstständig aussenden, auf App-Befehl, per Sprachsteuerung oder automatisiert nach Zeitplan oder Sensordaten.

SwitchBot Hub 2 Matter WiFi

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Technische Daten

Lernbarer Handsender für gängige Torantriebe auf 433 und 868 MHz.

Universal-Fernbedienung 433/868 MHz
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Eigenschaft SwitchBot Hub 2
IR-Reichweitebis 15 m (360 Grad)
KonnektivitätWiFi 2.4 GHz, Bluetooth LE, Matter
Integrierte SensorenTemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtsensor
Protokoll-SupportMatter 1.0+ (als Bridge)
KompatibilitätAlexa, Google Home, HomeKit (via Matter), Home Assistant
StromversorgungUSB-C (Netzteil nicht enthalten)
Preisca. 55–70 EUR

Einrichtung: Geräte anlernen

Die Einrichtung erfolgt über die SwitchBot-App (iOS/Android). Nach dem Hinzufügen des Hub 2 über Bluetooth hast du zwei Wege, um Geräte anzulernen:

Weg 1: Aus der Datenbank wählen

SwitchBot hat eine umfangreiche Datenbank mit IR-Codes für tausende Geräte. Du wählst Hersteller und Modell, und der Hub testet verschiedene Code-Sets. Wenn dein Gerät reagiert, bist du fertig. Das klappt bei Klimaanlagen besonders zuverlässig, für Samsung, Daikin, Mitsubishi, LG und die meisten anderen großen Marken.

Weg 2: Manuell anlernen (Learning Mode)

Für Geräte, die nicht in der Datenbank sind, gibt es den Lernmodus. Du richtest die Original-Fernbedienung auf den Hub und drückst die gewünschte Taste. Der Hub empfängt das IR-Signal und speichert es. Das funktioniert für beliebige IR-Geräte, auch exotische Marken oder ältere Modelle. Du kannst jede einzelne Taste separat anlernen.

Praxis-Erfahrung: Im Test haben 4 von 5 Geräten sofort über die Datenbank funktioniert: eine Daikin-Klimaanlage, ein Samsung-TV, eine Dyson-Ventilator und eine Yamaha-Soundbar. Nur eine ältere Deckenventilatoren-Fernbedienung musste manuell angelernt werden, das dauerte 3 Minuten pro Taste.

Szenen und Automationen

Der eigentliche Mehrwert des SwitchBot Hub 2 liegt in den Automationen. Statt einzelne Tasten zu drücken, kannst du komplexe Abläufe erstellen:

Beispiel-Szene: Feierabend-Komfort

  • Klimaanlage auf 23 °C, Kühlmodus
  • TV einschalten, auf HDMI 1 umschalten
  • Soundbar einschalten, Lautstärke auf 15

Diese Szene kannst du per App-Taste, Sprachbefehl ("Alexa, starte Feierabend") oder automatisiert auslösen, zum Beispiel wenn du nach Hause kommst oder zu einer bestimmten Uhrzeit.

Sensor-basierte Automationen:

Der integrierte Temperatur- und Feuchtigkeitssensor macht den Hub 2 besonders nützlich für Klimaanlagen-Steuerung. Du kannst Regeln erstellen wie:

  • Wenn Temperatur > 27 °C → Klimaanlage auf 24 °C, Kühlmodus
  • Wenn Temperatur < 22 °C → Klimaanlage ausschalten
  • Wenn Luftfeuchtigkeit > 70 % → Klimaanlage auf Entfeuchtungsmodus

Das spart erheblich Strom, weil die Klimaanlage nur läuft, wenn sie tatsächlich gebraucht wird, und automatisch den richtigen Modus wählt.

Energiespar-Tipp: Die automatische Klimaanlagen-Steuerung über den Temperatursensor ist die nützlichste Funktion des Hub 2. Im Testmonat hat die Automation die tägliche Laufzeit der Klimaanlage von ca. 10 auf 6,5 Stunden reduziert, eine Ersparnis von 35 % bei den Kühlkosten.

Matter-Support: Was bringt das?

Der SwitchBot Hub 2 unterstützt Matter als Bridge. Das bedeutet: Er kann SwitchBot-Geräte (und die angelernten IR-Geräte) über das Matter-Protokoll anderen Plattformen zur Verfügung stellen. Konkret heißt das:

  • Apple HomeKit: SwitchBot-Geräte erscheinen in der Home-App, ohne dass SwitchBot nativ HomeKit unterstützen muss.
  • Google Home: Direkte Steuerung ohne separate SwitchBot-Verlinkung.
  • Home Assistant: Integration über den Matter-Stack von Home Assistant.

In der Praxis funktioniert die Matter-Bridge solide, hat aber Einschränkungen. Nicht alle Gerätetypen werden über Matter exponiert. Klimaanlagen über IR werden als Thermostat dargestellt, aber nicht alle Modi (z. B. Entfeuchtung) sind über Matter steuerbar. Für volle Funktionalität bleibst du auf die SwitchBot-App angewiesen.

Vergleich: SwitchBot Hub 2 vs. Broadlink RM4 Pro

Der größte Konkurrent des SwitchBot Hub 2 ist der Broadlink RM4 Pro. Beide sind IR-Blaster, unterscheiden sich aber in wichtigen Details:

Eigenschaft SwitchBot Hub 2 Broadlink RM4 Pro
IR + RFNur IRIR + RF 433 MHz
Integrierte SensorenTemp, Feuchte, LichtTemp, Feuchte
MatterJaNein
HomeKitJa (via Matter)Nein
Home AssistantJa (SwitchBot + Matter)Ja (Broadlink-Integration)
App-QualitätSehr gutFunktional, veraltet
Preisca. 55–70 EURca. 35–45 EUR

Kurzfazit: Der Broadlink ist günstiger und kann zusätzlich RF-Signale (433 MHz), praktisch für ältere Funksteckdosen oder Garagentore. Der SwitchBot Hub 2 bietet bessere Sensoren, Matter-Support und eine deutlich modernere App. Wenn du Matter oder HomeKit brauchst, führt am Hub 2 kein Weg vorbei.

Home Assistant Integration

Für Home Assistant gibt es zwei Integrationswege:

1. Offizielle SwitchBot-Integration: Über die Cloud-API von SwitchBot. Die Integration ist einfach einzurichten, aber cloud-abhängig. Alle angelernten IR-Geräte erscheinen als Entitäten in Home Assistant. Klimaanlagen werden als climate-Entität dargestellt mit Temperatur, Modus und Lüfterstufe.

2. Matter-Integration: Lokal, ohne Cloud. Die Sensordaten (Temperatur, Feuchte) und grundlegende Steuerungsfunktionen sind über Matter verfügbar. Die Matter-Integration in Home Assistant ist seit 2025 stabil und funktioniert zuverlässig.

Einschränkung: Im Lernmodus angelernte benutzerdefinierte Tasten (z. B. spezifische TV-Eingangswahl) werden nicht als Matter-Entitäten exponiert. Dafür brauchst du die Cloud-Integration oder die SwitchBot-App. Matter eignet sich am besten für Standardfunktionen wie Klimaanlagen-Steuerung.

Fazit: Lohnt sich der SwitchBot Hub 2?

Der SwitchBot Hub 2 löst ein reales Problem: Geräte, die sich bisher nur per Fernbedienung steuern ließen, werden smart, ohne Austausch, ohne Umbau, ohne hohe Kosten. Besonders bei Klimaanlagen entfaltet der Hub seinen vollen Nutzen, weil die Kombination aus IR-Steuerung und eingebautem Temperatursensor echte Energie-Einsparungen ermöglicht.

Kauf den SwitchBot Hub 2, wenn:

  • Du IR-gesteuerte Geräte (Klimaanlage, TV, Ventilator) smart machen willst
  • Du Matter oder HomeKit-Kompatibilität brauchst
  • Du einen integrierten Raumsensor für Automationen suchst
  • Du die SwitchBot-App-Qualität und Alexa/Google-Integration schätzt

Greif stattdessen zum Broadlink RM4 Pro, wenn:

  • Du zusätzlich RF-433-MHz-Geräte steuern musst
  • Du das Budget unter 40 EUR halten willst
  • Du die Steuerung ausschließlich über Home Assistant machst und keine App brauchst

Für 55–70 EUR bekommst du mit dem SwitchBot Hub 2 ein vielseitiges Werkzeug, das auch ältere Geräte ins Smart Home integriert, zukunftssicher dank Matter.

🧭Teil unseres Themen-Hubs: Smart-Home-Automation

Veröffentlicht durch die SmartHomePraxis-Redaktion. Veröffentlicht am 1. September 2026. Aktualisiert am 12. September 2026.

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