
NAS zuhause: Backup, Medien-Server, Foto-Archiv
Ein 2-Bay-NAS zieht im Leerlauf 15 bis 20 Watt, ein 4-Bay-Modell 25 bis 35 Watt — über ein Jahr gerechnet 15 bis 30 Euro Stromkosten. Dafür bekommst du automatisiertes Backup, einen eigenen Foto-/Video-Server und Datenhoheit ohne monatliche Cloud-Gebühr. Die Wahl zwischen Synology und QNAP entscheidet vor allem die Software, nicht die Hardware.
RAID 1 spiegelt zwei Festplatten 1:1 — 50 Prozent nutzbare Kapazität, aber ein Laufwerksausfall ist folgenlos. RAID 5 verteilt Paritätsdaten über mindestens drei Platten und verliert nur eine Platte an Redundanz, ist aber komplexer beim Rebuild. Für ein reines Zweit-Backup reicht RAID 1, für Medienserver mit mehr Kapazitätsbedarf ist RAID 5 der gängige Kompromiss.
Synologys DSM-Betriebssystem punktet mit einem großen App-Ökosystem und einfacher Bedienung, QNAPs QTS bietet bei vielen Modellen mehr Rechenleistung und Anschlüsse fürs gleiche Geld. Für die reine Backup-Strategie gilt die 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, eine davon außer Haus.
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Häufige Fragen
Wie viel NAS-Speicher brauche ich wirklich?
Für reines Backup von 2-3 Geräten reichen 2-4 TB nutzbar. Für ein Foto-/Video-Archiv mit RAW-Dateien und 4K-Videos solltest du mit 8 TB nutzbar planen und Wachstum einrechnen — Speicherbedarf verdoppelt sich bei aktiver Fotografie oft alle 2-3 Jahre.
Synology oder QNAP?
Synology DSM ist einsteigerfreundlicher mit dem größeren App-Angebot und einfacherer Bedienoberfläche. QNAP QTS liefert bei vergleichbarem Preis oft mehr RAM, schnellere CPUs und mehr Anschlüsse, verlangt aber etwas mehr technisches Verständnis.
Wie viel Strom verbraucht ein NAS im Dauerbetrieb?
Ein 2-Bay-NAS mit HDDs zieht im Leerlauf 15-20 Watt, unter Last 25-35 Watt. Über ein Jahr durchgehend läuft das auf 130-260 kWh hinaus, je nach Strompreis 40-90 Euro. Festplatten in den Ruhezustand (HDD Hibernation) versetzen senkt den Verbrauch spürbar bei seltenem Zugriff.
RAID 1 oder RAID 5 — was ist besser?
RAID 1 (2 Platten, gespiegelt) ist einfacher und schneller wiederherzustellen, verliert aber 50 Prozent Kapazität. RAID 5 (mind. 3 Platten) nutzt die Kapazität effizienter, braucht aber mehr Zeit beim Rebuild nach einem Plattenausfall — in dieser Zeit ist die Redundanz weg.
Ersetzt ein NAS die Cloud komplett?
Für lokales Backup und Medienserver ja. Für Katastrophenschutz (Brand, Diebstahl, Wasserschaden) nicht allein — die 3-2-1-Regel verlangt eine externe Kopie. Viele NAS-Systeme bieten dafür verschlüsselte Cloud-Backup-Pakete zusätzlich zur lokalen Redundanz.
Wie sicher ist ein NAS gegen Ransomware?
NAS-Systeme sind ein reales Ziel, wenn sie ungeschützt aus dem Internet erreichbar sind. Wichtigste Schutzmaßnahmen: keine Portweiterleitung direkt auf die Admin-Oberfläche, 2FA aktivieren, Snapshots statt reiner Backups (Ransomware kann Snapshots meist nicht verschlüsseln), Firmware aktuell halten.